Erste Damen holen zweiten Dreier beim Aufsteiger TuS Bremen

Den Schwung durch das gewonnene Pokalspiel am Mittwochabend gegen die Ligakonkurrentinnen aus Eichlinghofen wollte die erste Frauenmannschaft mit nach Ense-Bremen nehmen und dort drei Punkte einfahren. In der ersten Halbzeit war von diesem Vorhaben leider nur wenig zu sehen. Die jungen Bremerinnen überrannten die Reihen der Westfalia förmlich. Die Taktik der Gäste, tief zu stehen und die Räume in der Mitte zu verengen ging in den ersten 35 Minuten nicht auf. Die langen Bälle auf die schnellen Stürmerinnen des Aufsteigers wurden der Westfalia zum Verhängnis. Viele Male überspielte die Heimmannschaft mit diesem Mittel die gegnerische Abwehrkette und kam immer wieder gefährlich vor ihr Tor. In der 14. Minute gingen die Bremerinnen nach einer Ecke in Führung. Weiterhin taten sich die Damen der Westfalia schwer und hatten keine Ideen, wie sie die Gegnerinnen stoppen, geschweige denn ein eigenes Spiel auf die Beine stellen sollten. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigten sich jedoch Schwächen in der Kondition der Heimmannschaft. Ihr ausbleibendes Tempospiel nach vorne und die Unsicherheit in der Defensive machten es den Frauen aus Wickede nun möglich selbst einige Stiche Richtung Tor zu setzen, die bislang aber erfolglos blieben.

Der Interimstrainer Michael Weigner schien in der Halbzeitansprache die richtigen Worte gefunden zu haben, denn wie ausgewechselt begann die Mannschaft aus Wickede die zweite Hälfte. Sie hatten gemerkt, dass die gegnerische Abwehr unter Druck Fehler machte und übten nun über weite Strecken konsequent Druck aus. Es entstanden Ideen für das eigene Spiel und der Siegeswille jeder Einzelnen schien geweckt worden zu sein. In der 63. Minute belohnten sich die Gäste durch einen Standard mit dem Ausgleich und gingen nur sieben Minuten später durch eine mutige Einzelaktion mit 1:2 in Führung. Das ständige Anlaufen der Gegner kostete aber Kraft und so kamen auch die Frauen des TuS noch manches Mal vor das Tor der Westfalia. Doch die Defensive warf sich nun in jeden Ball und wollte die Führung um jeden Preis verteidigen. In der letzten Minute konnten sie durch einen schnellen Konterangriff den Endstand von 1:3 besiegeln und so nahmen sie ihren zweiten Auswärtssieg mit nach Hause.

Die durch Willen- und Tatenlosigkeit gezeichnete erste Halbzeit wurde durch den Einsatz und den Biss in der zweiten Halbzeit wieder wettgemacht. So kann man ein Spiel drehen! Man muss es sich aber nicht so schwer machen. In der kommenden Woche steigt der neue Trainer Christian Mierswa in den Trainings- und Spielbetrieb ein. Mit neu gewonnener Motivation richtet das Team seinen Blick auf den anstehenden Spieltag und will die Auswärtsserie in Ickern fortsetzen.

Updated: 17. Oktober 2017 — 15:32
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